Magnus Caranthir

Die Vorgeschichte

Magnus Caranthir wurde als Sohn des Händlers Korben Caranthir und seiner Frau Ledia in Westkrone geboren. Seine Kindheit verlief ungestört, bis die Familie Caranthir ein harter Schicksalsschlag traf. Beide Eltern wurden Opfer eines Raubüberfalles. Magnus und sein 2 Jahre älterer Bruder Silas konnten sich an diesem Tag verstecken und entgingen damit dem Tod. Er war 8, als sein Leben damit eine neue Wendung nahm. Die Besitztümer der Eltern fielen an Magnus‘ Onkel Titus Caranthir, bis Silas alt genug war, dass ihm sein Erbe ausgezahlt werden konnte.

Onkel Titus war mit der Aufnahme gleich zweier Kinder überfordert und konzentrierte seine Ausbildung und Zuneigung auf den älteren der Brüder. Magnus aber wurde in ein Kloster des Abadar geschickt, wo er fortan erzogen und ausgebildet wurde.
Schnell entdeckte man seinen ausgeprägten Hang zur Gerechtigkeit, aber auch den tiefen Zorn, der in ihm steckte. Den Tod seiner Eltern hat er bis heute nicht überwinden können. Er schwor sich bereits in jungen Jahren, das Verbrechen mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen. Die eher subtile Art eines Priesters lag ihm dafür nicht, so dass er nach seiner klösterlichen Erziehung die Ausbildung zum Inquisitor erfuhr.

Sein Meister war Santos Karn, der ihm beibrachte, was man als Inquisitor über die klerikalen Aspekte hinaus wissen musste. Mit ihm zusammen durchreiste er weite Teile von Cheliax, jedoch kehrten sie regelmäßig nach Westkrone zurück, wo dann Vater Miran, der die Kapelle des Abadar in Westkrone führte, seine klerikale und vor allem seine rechtskundliche Ausbildung vollzog.
Nach Jahren der Ausbildung und auch des Frondienstes an der Kapelle erklärte Meister Santos die Lehre für beendet. In einer ergreifenden Zeremonie erhielt Magnus seine Weihe. Dabei überreichte ihm Meister Santos eine eigens für ihn geschmiedete Klinge, ein meisterliches Katana, in die mit geschwungenen Lettern der Name „Vollstrecker“ eingeätzt war. Danach brach der Meister auf, um sich einen neuen Schüler zu suchen.

Es galt fortan, auf eigenen Beinen zu stehen. Auch wenn Magnus wusste, dass er im Gemeindehaus der Kapelle immer einen warmen Platz vorfinden würde, musste er sich doch nun nach einer eigenen Betätigung umsehen. Von seinem Bruder Silas, der zu seiner Weihe ebenfalls erschienen war, und der mittlerweile ein erfolgreicher fahrender Händler war, erfuhr er Gerüchte über verschwundene Schiffsladungen und entführte Personen. Diese sollen angeblich mit einem ominösen Konzil der Diebe in Verbindung stehen, welches im Geheimen die Unterwelt Westkrones beherrschen soll. Magnus beschloss, diesen Gerüchten nachzugehen.

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